Digital Utopia

Publikation

Informations- und Kommunikationstechnologien durchdringen inzwischen unser gesamtes Leben – auch die Architektur. Dabei wird ein Themenspektrum viel zu selten berücksichtigt, obwohl es von nachhaltigem Einfluss ist: die im Bereich der Gebäudeautomation und -kommunikationstechnik. Gebäude werden immer mehr zu adaptiven Systemen, die sich an das Verhalten ihrer Nutzer und die Umwelt anpassen. Welche gestalterischen Potenziale verbinden sich mit den neuen Technologien? Sehen adaptive Gebäude anders aus und wie könnten sie sich in der Zukunft verändern? Eine der kommenden Aufgaben für Architekten könnte nicht nur im Entwerfen energiesparender, weil anpassungsfähiger Gebäude bestehen, sondern auch darin, eine neue „digitale Sinnlichkeit“ von Architektur zu entwickeln, die über die bloße Simulation der analogen Welt hinausgeht.

„Digital Utopia“ ist kein klassisches Architekturfachbuch, sondern betrachtet das Thema über Disziplingrenzen hinweg. Projektbeschreibungen werden von hinterfragenden Interviews und Essays von und mit Architekten, Designern, Zukunftsforschern, Ingenieuren und Künstlern ergänzt. Die einzelnen Positionen in diesem Buch knüpfen an bereits vorhandene Technologien an und denken sie weiter. Sie verbinden Fiktion und die Suche nach einer tatsächlich umsetzbaren Lösung. Sie eröffnen einen Möglichkeitsraum für die Gestaltung unserer kommenden Welt.

Mit Beiträgen von Adaptive Building Initiative, Thomas Auer (Transsolar), Philip Beesley, Luis Berríos-Negrón, CITA, Cloud 9, Carole Collet, Design Research Lab, Dunne & Raby, Franziska Eidner, Usman Haque, Florian Heilmeyer, Nadin Heinich, Gesche Joost, Stephen Kovats, Aurélie Mossé, Philippe Rahm, Mette Ramsgard Thomsen, realities:united, Karlheinz Steinmüller.

Begleitet wird die Publikation von einer Veranstaltungsreihe in verschiedenen deutschen Städten.

DIGITAL UTOPIA
Über dynamische Architekturen, digitale Sinnlichkeit und Räume von morgen


herausgegeben von
Nadin Heinich

Verlag der Akademie der Künste, Berlin, 2012

184 Seiten, zweifarbig, deutsch-englisch
ISBN 978-3-88331-176-0


Gefördert von einem Stipendium der Jungen Akademie der Akademie der Künste, Berlin sowie: